Schleppjagd 2017

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Jagdreiter-Trainingstag

 

 

Herbert Klengel bietet

 

am 24. September 2017 von 14.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

 

einen Jagdreiter-Trainingstag in Holzerode an.

 

Ihr möchtet an einer Jagd teilnehmen und wollt im Vorfeld den Gruppengalopp üben und kleine Geländesprünge meistern?

 

Dann meldet Euch an.

 

 

Kosten: Vereinsmitglieder: 10 Euro/Teilnehmer

Nicht-Vereinsmitglieder: 25 Euro/Teilnehmer

 

Anmeldungen nimmt Heike Becker (becker37191@freenet.de) an.

 

 

Das Niveau wird dem Ausbildungsstand von Pferd und Reiter angepasst.

Auch Teilnehmer ohne Geländeerfahrung sind willkommen.

Das Tragen von Helm und Sicherheitsweste ist Pflicht!!

Quelle der Fotos: Niklas Richter

Jahrhundertealte Tradition: Jagdreiten - Über Stock und Stein

Jagdreiten hat eine jahrhundertealte Tradition. Heute wird dabei kein lebendes Wild gejagt. Die Schlepp-oder Fuchsjagden der Reitvereine bilden oftmals den Abschluss der grünen Turniersaison oder werden als herbstlicher Ausritt in der Gemeinschaft angeboten.

Von Claudia Nachtwey

Artikel veröffentlicht: Dienstag, 04.10.2016 19:50 Uhr

Artikel aktualisiert: Dienstag, 04.10.2016 20:02 Uhr

 

 

Holzerode. Der Reit- und Fahrverein Holzerode richtet alljährlich eine Schleppjagd aus, zu der auch Teilnehmer aus ganz Norddeutschland kommen.

Als sich die ersten vereinzelten Reiter mit ihren Pferden auf der großen Wiese neben der Reithalle eingefunden hatten, goss es wie aus Kübeln. „Laut Wetter-App wird es in 20 Minuten besser“, zeigte sich Herbert Klengel, Organisator der Schleppjagd des Reit- und Fahrvereins Holzerode, optimistisch. Leise Zweifel meldeten sich dennoch: Ob vielleicht doch einige, vom Wetter abgeschreckt, zu Hause geblieben seien?

 

Schleppjagd durch die Umgebung mit festen Hindernissen

Claudia Daniel aus Adelebsen ritt ihre neunjährige Fuchs-Stute Emma im strömenden Regen warm. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, zitierte sie lächelnd das bekannte Sprichwort und zeigte sich ganz zuversichtlich, dass noch mehr kommen würden. Recht sollten sowohl die Reiterin als auch der Organisator behalten: Kaum hatten die Parforcehorn-Bläser der Jägerschaft Göttingen ihre Jagdhörner zum Stelldichein ausgepackt, verzog sich der Regen, und der Platz füllte sich mit rund 40 Reitern und Pferden. Die Aufregung der Tiere war zu spüren, besonders als sich die bellende Hundemeute mit den Pikören, den berittenen Begleitern der Hunde, der Gesellschaft näherten.
„Ausgebildete Piköre sind heute selten zu finden. Einige hatten eine weite Anreise, bis aus Aurich kommen sie“, erklärte Sabine Sievers vom Vorstand des Vereins Böhmer Harrier Meute. Die Piköre müssen die Hunde zusammenhalten und sie daran hindern, eine fremde Wildfährte aufzunehmen.

 

 

Die ersten Jagdsignale der Hornbläser, der „Hunderuf“ und das „Sammeln der Jäger“, ertönten, und nach Grußworten der Jagdherrin Lena Rindermann schoss der Schleppenleger in Begleitung von zwei ortskundigen Reitern los. Aus zwei am Sattel befestigten Kanistern tröpfelte die Schleppe, eine künstliche Duftmischung, der die Hundemeute folgen sollte. Mit wildem Geläut (Bellen) hetzten die Böhmer Harrier dem feinen Duft nach, gefolgt vom Reiterfeld.

„Geritten wird in zwei Feldern. Im ersten sollte man die Naturhindernisse im Gelände überspringen, im zweiten darf man auch daran vorbeireiten“, erklärte Klengel, der selbst im Geländewagen dem Tross folgte. Im Auto hatte der praktizierende Arzt nicht nur den Notfallkoffer dabei, sondern auch allerlei Ersatzteile: Zügel, Steigbügel, Sattelgurte und was sonst noch zur Ausrüstung von Ross und Reiter gehörte.

Zudem steuerte eine Trecker-Kolonne verschiedene Aussichtspunkte an. Auf Anhängern und Kremsern saßen die Zuschauer dicht gedrängt und verfolgten das Geschehen. „Wir haben ein hervorragendes Gelände rund um Holzerode. Das bietet viele Möglichkeiten für die Zuschauer“, sagte Klengel. Nach zwei Dritteln der rund 16 Kilometer langen Jagdstrecke mit insgesamt 38 Sprüngen wurde eine Pause eingelegt. Die Pferde wurden getränkt und versorgt, und die Reiter konnten sich an der Gulaschkanone stärken. Weiter ging es dann durch die herbstliche Landschaft, und zum Halali, dem letzten Hornsignal, das die Jagd beendet, trafen alle wieder auf dem Gelände des Reitvereins ein.

„Es ist unser Anliegen, die Tradition des Jagdreitens zu pflegen. Es gibt heute in Deutschland wenig Möglichkeiten für eine Schleppjagd. Daher haben wir Teilnehmer aus ganz Norddeutschland, darunter namhafte Military-Reiter und erfahrene Jagdreiter“, erklärte Klengel. Beim gemütlichen Ausklang in der Reithalle gab es dann Zeit für Gespräche und Erfahrungsaustausch.    

Böhmer Harrier

Schnelligkeit, ein ungestümes Temperament und vor allem eine gute Nase wird den Harriern nachgesagt. Die braun-schwarz-weiß gescheckten Hunde mit den Schlappohren und dem unverkennbaren Geläut (Bellen) gelten als die älteste britische Laufhunderasse. Der Name der nicht allzu großen Hunde (etwa 40 - 55 cm Widerristhöhe) leitet sich von „Hare“ (Hase)  ab. Seit dem 13. Jahrhundert wurden Harrier zur Hasenjagd eingesetzt. In der Meute waren sie über Jahrhunderte, besonders in den großen Gesellschaftsjagden im 18. und 19. Jahrhundert, beliebt. Auch in Deutschland blicken sie auf eine lange Tradition zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg bestand fast die Hälfte aller deutschen Meuten aus Harriern, darunter die Königlich Hannoversche Meute (1815 - 1866).

 

 

Nach den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert gab es kaum noch Hundemeuten. Da das Jagdreiten heute nicht mehr nur dem Adel vorbehalten ist, sondern meist über ländliche Reitvereine organisiert wird, ist auch die Zahl der Hundemeuten langsam wieder angestiegen. !n Deutschland sind 26 Meuten verzeichnet, neben Harriern auch Rassen wie Foxhounds und Beagles.

Die Harriermeute aus dem niedersächsischen Böhme stammt aus traditionsreichen englischen und irischen Meuten mit Stammbäumen, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Der Meuteverein Böhmer Harrier hat sich eine artgerechte Haltung der Hunde auf die Fahnen geschrieben. Welpen sollen schon eine Bindung zum Menschen aufbauen, indem sie eine Weile in den Privathaushalten der Vereinsmitglieder leben. Und auch alte Hunde sollen mit besonderer Zuwendung betreut werden. Zu Schleppjagden werden die Böhmer Harrier in ganz Niedersachsen und in benachbarten Bundesländern eingesetzt.

Jagden zu Pferde

Die Jagd zu Pferd auf lebendes Wild ist in Deutschland seit 1934 verboten. Zuvor war vor allem die Parforcejagd mit Pferden und Hunden auf lebendes Wild ein Privileg des Adels. Heute wird in Deutschland nur noch die Schleppjagd mit Hundemeute geritten. Die Hunde folgen einer künstlichen Duftspur, der Schleppe, die Reiter folgen den Hunden und überwinden Hindernisse.

Die Fuchsjagd (auch Fuchsschwanzjagd) ist ein Geländeritt, bei dem das Jagdfeld dem „Fuchs“ folgt, also einem Reiter, der sich einen Fuchsschwanz an die Schulter geheftet hat. Diesen gilt es vom Pferd aus zu ergattern. Die Regeln der Fuchsjagd sind regional unterschiedlich.

Bei der Beizjagd lenkt der Reiter sein Pferd einhändig und trägt auf dem freien Arm einen Greifvogel, der auf Flugwild wie Fasane, Enten oder auf Kaninchen angesetzt wird. Eine Hubertusjagd wird traditionell am 3. November, dem Namenstag des heiligen Hubertus (Schutzpatron der Jagd) abgehalten.

Vergnügen für den Adel

Seit der Antike war die Jagd zu Pferd ausschließlich dem Adel vorbehalten. Seit dem Mittelalter galt sie zudem als gesellschaftliches Ereignis. Auf Kutschen wurde der Hofstaat über Land gekarrt, um dem Vergnügen beizuwohnen. Meuten von bis zu 400 Hunden und ebenfalls hunderte spezieller Jagdpferde haben manche Jagdherren unterhalten. Um Personal, Gäste und Tiere zur Jagd zu bringen, wurden Bauern genötigt, als Fahrer und Transporteur zu dienen, oft in der Erntezeit. Zudem richteten die Jagdreiter Flurschaden an. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts hatten Bauern Ansprüche auf Schadensersatz. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Tradition des Jagdreitens weitgehend vom Militär übernommen und nach dem Zweiten Weltkrieg von Reitvereinen wiederbelebt.

 

Bericht von Sabine Sievers

Schleppjagd in Holzerode

Wie auch in den vergangenen Jahren hatten wir auch in diesem Jahr in unserem Jagdkalender am Tag der deutschen Einheit einen festen Termin in Holzerode.
In diesem Jahr war es allerdings etwas anders, als in den Jahren zuvor. Bedingt durch die Übernahme einiger Jagdtermine beim Brandenburger Hunting Club kam es dazu, dass der Master über das komplette Wochenende bei den Köthener Reitertagen war.

Gerade für eine solche Konstellation haben wir vorgesorgt. Wir, das sind der Master und seine Piköre. Somit konnten wir uns mit dünnerer 2. Truppe in den frühen Morgenstunden in Richtung Holzerode auf den Weg machen. In diesem Fall waren es die 4 H's (Harald, Hergen, Hasso und Helmut), aber was sind schon vier Männer ohne mind. eine weibliche Begleitung an den Hunden, nämlich Dorothee. Aber eigentlich musste man von den 6 H´s sprechen. Nämlich noch Holzerode und Herbert nicht zu vergessen. Ohne diese beiden H´s gäbe es diesen Termin überhaupt nicht.

Jeder Pikör hatte seinen fest zugeteilten Job. Auch wenn sich anfänglich alle erst einmal in der zugeteilten Position finden mussten. 2 Oldies, 2 Young-Stars und ein spontanes Leih(Pony)Pferd machten ihren Job sehr gut. Spätestens ab der 3. Schleppe wusste jeder was sein zugeteilter Job war. Somit kann man schlussendlich sagen, dass es auch wenn es anfänglich vielleicht etwas holperig war, doch sehr gut geklappt hat.

Die ganze Strecke bis nach Holzerode hat es geschüttet was das Zeug hält. Angekommen in Holzerode war die Stimmung aller Anwesenden gut. Dr. Klengel hatte scheinbar einen guten Draht zum Wettergott, denn dieser hat pünktlich zum Stelldichein seine Schleusen geschlossen und die Sonne kam zum Vorschein.

Die Strecke war wieder einmal sehr gut ausgearbeitet. 10 Schleppen gingen durch die wunderschöne Wiesen- und Waldlandschaft des Vorharzes. 16,5 km Gesamtlänge mit 32 fair gebauten Hindernissen brachten das Jagdreiterherz der 34 Reiter- und Reiterinnen dazu höher zu schlagen.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde die Jagdgesellschaft mit diversen Treckergespannen begleitet. Ein Augenschmaus für die zahlreichen Zuschauer. In Holzerode wird allen Beteiligten ein tolles Jagdereignis geboten. Angefangen mit einer Hubertusmesse, mit einer "auf die Minute" geplanten Jagdveranstaltung. Mit einem tollen Gelände für Hunde und Reiter und mit tollen Aussichtspunkten für die Zuschauer.

Wir möchten uns für das entgegengebrachte Vertrauen und für die gute Planung des Jagdherrn und seines Teams bedanken.
Es freut uns, dass wir uns im kommenden Jahr wieder sehen - wenn es nämlich wieder heißt "Schleppjagd in Holzerode" mit der Böhmer Harrier Meute!

 

Sabine

 

Es ist Alles vorbereitet, danke an alle fleissigen Helfer, die Halle ist soooo schön dekoriert !!

 

Wie immer: Helfer gesucht

 

Zur Vorbereitung der Schleppjagd treffen wir uns am Sonntag, den 02.10.2016 ab 16.00 Uhr in der Reithalle.

Es gibt noch Einiges zu tun, darum würden wir uns freuen, wenn sich viele helfende Hände einfinden.

 

Das Schmücken der Reithalle ist ja auch jedes Mal eine schöne Einstimmung auf den Jagdtag :-)

 

Außerdem bitten wir um Kuchenspenden für das Kuchenbuffet. Diese müssen nicht angemeldet werden, bitte einfach (selbstgebackenen) Kuchen am Sonntag mitbringen!

 

 

Einladung zur Schleppjagd 2016
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Jagdreiterlehrgang mit Dr. Herbert Klengel

 

Am 24. September 2016 bietet Dr. Herbert Klengel einen Vorbereitungslehrgang an, in dem praktisches und theoretisches Wissen zum Jagdreiten vermittelt wird.

 

Teilnehmen kann jeder Reiter mit eigenem geländesicheren Pferd, Erfahrung im Jagdreiten ist nicht erforderlich, Schutzkleidung (Helm und Sicherheitsweste) unbedingt notwendig !

 

Geritten wird in Gruppen von 6-8 Reitern, an den praktischen Teil schliesst sich etwa eine Stunde Theorie an. Die Dauer des Lehrgangs richtet sich nach der Zahl der Teilnehmer.

 

Wir erheben eine Lehrgangsgebühr von 20,00 €.

 

Anmeldungen bitte bis zum 21.September 2016 an kirsten.schmied@t-online.de

 

Treffen der Lehrgangsteilnehmer ist um 10.30 Uhr vor der Reithalle - zu Pferd !

 

 

Schleppjagd am 03.Oktober 2015

 

Herbsttradition mit Master und Meute

Schleppjagd in Holzerode

05.10.2015 Göttinger Tageblatt
 
Alte Jagdtraditionen werden am Struthkrughof lebendig. Alljährlich, wenn das Laub sich färbt, lädt der Reit- und Fahrverein Holzerode zur Schleppjagd ein. Bis zum Halali folgten die Reiter im frischen Galopp der Meute über Wiesen, Felder und über Hindernisse.

Die Equipage, berittene Begleiter der Böhmer-Harrier-Jagdhunde, und der Master (rechts) bereiten die Meute auf die Schleppjagd rund um Holzerode vor.

© Nachtwey
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Holzerode. Nach der Hubertusmesse und dem anschließenden Stelldichein versammelte sich die Jagdgesellschaft auf dem großen Reitplatz, während die Parforcehornbläser der Jägerschaft Göttingen musikalisch auf die Jagd einstimmten.

Den Böhmer Harriern, deren Abstammung auf die älteste britische Laufhunderasse zurückzuführen ist, war die Aufregung anzumerken. Der Master (Anführer der Jagdgesellschaft) und seine Equipage (Begleitung der Hundemeute), allesamt in schoßlangen Reitröcken gekleidet, ermahnten die kläffenden Hunde, zusammenzubleiben.

Die Harrier blicken auch in Deutschland auf eine lange Geschichte. Bereits die Königlich Hannoversche Meute (1815 – 1866) bestand aus den englischen Jagdhunden. „Jagdreiten ist Bewahrung von Traditionen“, betonte Dr. Herbert Klengel, Vorsitzender des Reitvereins und als Jagdherr selbst im stilechtem Tweedjacket dabei.

Eine Schleppjagd sei zwar nur eine simulierte Jagd, habe aber trotzdem einen streng geregelten Ablauf. Der Master lenke das Feld der Reiter, ihn zu überholen sei verboten. Die Hunde folgten keinem Tier, sondern der Schleppe, einer künstlichen Duftspur.

„Wir haben auf der 16 Kilometer langen Strecke etwa 30 natürliche Hindernisse, die die Reiter im ersten Feld überspringen müssen, im zweiten Feld haben sie die freie Wahl zum Sprung“, erklärte der Jagdherr. Zudem gebe es ein Besucherfeld, das aus Reitern bestehe, die nicht an der Jagd teilnehmen, aber zu Pferde zuschauen.

Unterwegs sei eine längere Pause eingeplant, bei der die Reiter mit Erbsensuppe, die Tiere mit Wasser, versorgt werden. Und der „Bügeltrunk“, ein Schnäpschen in Ehren, gehöre natürlich auch dazu. „Für die Sicherheit sorgen eine Tierärztin, ein Rettungswagen, und die Feldführer dürfen entscheiden, ob jemand rausgeschickt wird, der zum Beispiel sein Pferd nicht unter Kontrolle hat“, sagte Klengel.

Rund um Holzerode donnerten dann die Hufe von etwa 30 Pferden, die Meute folgte mit Geläut (Bellen) der Schleppe. Zahlreiche Traktoren fuhren in sicherem Abstand zur Jagdgesellschaft über die Hügel, auf den Hängern saßen die Zuschauer dicht gedrängt und verfolgten das Geschehen.

Zum Ende der Jagd, dem Halali, wurde jedem Reiter der Bruch überreicht, „bei Jagden vor dem 3. November ein Eichenzweig, bei späteren Jagden ein Fichtenzweig“, so Klengel. Und die Hunde bekamen als Dank ihr Curée (Pansen).

Von Claudia Nachtwey

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Schleppjagd am 3. Oktober 2014

It´s a Hunting Day

Jagdbericht von Thorsten Mönchmeyer

 

Wenn der Reitverein Holzerode zur Jagd einlädt, dann ist dieser Tag einfach mehr als nur ein gesetzlicher Feiertag. It's a Hunting Day.
In der Früh um 5.00 Uhr ging es erst zu den Pferden und dann in den Kennel. Die Pferde und Hunde schauten mich an, als wollten sie sagen: "Hey, schau mal raus, es ist noch total dunkel!" Ich habe mich aber davon nicht beirren lassen und meine Arbeit getan.

Die Hunde haben dann natürlich schnell gemerkt, dass heute etwas passiert. Spätestens als ich den Meuteanhänger vorbereitet habe, waren sie hellwach. Mit viel Gebell hat sich jeder zu Wort gemeldet und sich vordrängeln wollen, um ja mitzukommen. Schließlich habe ich 10,5 Koppeln verladen. Die Daheimgebliebenen haben es mit einem Grummeln akzeptiert und sich auf meine Worte, am Sonntag mitzudürfen, verlassen.

 

 

Um 7.30 Uhr rollten wir dann los - auf nach Holzerode. Den Veranstalter beruhigend, waren wir trotz befürchteter Staus pünktlich um 10.00 Uhr angekommen. Von der herrlichen Hubertusmesse in der Reithalle habe ich mir bei der Begrüßung durch die Jagdherrin Lena und Herrn Dr. Klengel berichten lassen. Um 10.30 Uhr habe ich mich auf meinen jungen Fuchs gesetzt, der sich schon in Schneeren übermotiviert und mit dünnem Nervenkostüm ausgestattet, gezeigt hat. Heute jedoch konnte ich ihn nicht mehr beruhigen und somit sah ich mich schon als Zuschauer dieser Jagd. 

Doch wer meint, dass die Holzeroder Damen kein Ass mehr im Ärmel hätten, der täuscht sich. Kurzerhand  wurde Schimmel "Lennox" aus dem Stall geholt und ohne das ich etwas sagen konnte, setzten mich die Damen aufs Pferd.

Ok, das ist wie in Irland - da kennt man das Pferd auch nicht, man bekommt nur gesagt: "it's a very good horse" und dann geht es meist auch schon los. So auch hier. Aber ich erinnerte mich an das letzte Jahr, da ist Lennox ebenfalls für einen Jagdreiter gesattelt worden, dieser hat Lennox zwar wohl sehr schnell, aber eben deswegen nicht bis zum Halali gesteuert, sondern frühzeitig in den Pferdestall. Nun, meine Alternative war zu Fuß die Jagd zu begleiten und das ist keine echte Alternative. Lennox' Reiterin hat mir noch kurz eine Bedienungsanleitung gegeben und dann waren wir auch schon an der ersten Schleppe.

Als die Hunde los liefen und ich nun mit meinem Schimmel versuchte hinter den Hunden her zu reiten, hielt ich den Schimmel noch für etwas zu langsam. Dieser Gedanke hat sich wohl auf das Pferd übertragen. In Kurzform: der Schimmel wurde 10 cm kleiner und zündete als wolle er mir klar machen: "Ja, ich hab's kapiert, immer an den Hunden dranbleiben." Ich wäre fast hinten runter gefallen als der Turbo kam! - Lennox hat einen super Job gemacht und ich bin dankbar, dass ich ihn reiten durfte und die Holzeroder mir so eine Kameradschaft entgegen gebracht haben! Vielen Dank! -

Von nun an haben wir wieder tolle Sprünge in dem herrlichen leicht hügeligen Gelände genießen dürfen. Alle und auch insbesondere Dr. Klengel freuten sich über diesen tollen Jagdtag. Am Tisch, bei Kaffee und Kuchen, wurde dieser Tag sogar als "Werbung für unseren Jagdreitsport" getauft. So heißt es auch am 03.10. 2015 wieder "it's Hunting Day in Holzerode". Wir freuen uns drauf!

Mein Dank gilt der Equipage, die gute Arbeit gezeigt hat und mit dieser neuen Situation super zurecht gekommen ist.
Herzlichen Dank dem Veranstalter mit seinem Team für diesen perfekten Jagdtag, es ist ein Fest bei Euch!

 

T.Mönchmeyer

 

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Schleppjagd am 3.Oktober 2013

Herr Dr. Klengel, der Reitverein Holzerode und die Böhmer Harrier Meute - Ein Trio steht für Qualität!

 

Jagdbericht von Philipp Jakob


Aus gutem Grund kamen rund 50 Jagdreiter am 3. Oktober 2013 in den Landkreis Göttingen gefahren. Genauer gesagt zum Reitverein des kleinen Örtchens Holzerode, der zu großen Taten geladen hatte. Gastgeber Herr Dr. Klengel richtete nicht zum ersten Mal ein solches Event aus, das bewies die Organisation, die vom Stelldichein bis hin zum Currée perfekt durchorganisiert war.
Der örtliche Pfarrer segnete in einer Messe das jagdliche Geschehen ab, danach prostete man sich mit einem Glas Sekt zu.
Die Jagdhornbläser des Hegeringes Adelebsen empfingen die Jagdgesellschaft mit schwungvollen Jagdmelodien, Smalltalk unter Freunden war trotz des Windes eine angenehme Einstimmung auf den bevorstehenden Tag.
Das unüberhörbare Geläut der Harrier überzog auch tapferste Jagdreiter mit Gänsehaut, ein erster Kick bevor es los ging. Nach kurzer Begrüßung des Jagdherrn Dr. Herbert Klengel ging es in einem kleinen Bogen um die Anlage zur ersten Schleppe.
An einem Hang nahe dem Waldrand hielt Master Thorsten Mönchmeyer samt Equipage das Pack geschlossen, die Schleppenleger befanden sich bereits im leichten Sitz. Es ist überwältigend, mit welch einer Lautstärke die Harrier den bevorstehenden Run ankündigen.
Einer der nachhaltigsten Adrenalinkicks. Das muss man erlebt haben. In einem langen Bogen nach links ging es hinauf über faire Hindernisse, bevor am Waldrand abgeschlagen wurde. Im Schritt ging es weiter zur zweiten Schleppe, die kurvig bergab gelegt wurde. Ein Hindernis in der Senke, bergauf über herrliche Wiesen mit weiteren jagdgerechten Sprüngen. Wieder bergab, ein Sprung zwischen Baumreihen hindurch, bevor man nach rechts schwenkte und auf einem Feldweg folgte. Im angrenzenden Waldstück hallte das Geläut der im full-cry jagenden Harrier als Echo zurück. Nicht ablenken lassen, nach vorn sehen – Sprungkombination! Alsbald nach rechts den Wiesengrund hinab, Wasser für die Hunde. Später am Stop, der zentral zur nächsten Schleppe lag, änderte der Master sein Vorhaben und lies anschließend die Hunde alleine dem Scent folgen. Für die Zuschauer, als auch für die Reiter war es ein tolles Schauspiel. Eine jagende Meute, die alleine im Pack spurtreu um den „Rastplatz“ jagte. Als sie wieder auf die Jagdgesellschaft zukam, hieß es „gute Jagd“ – die Equipage folgte den Hunden und zog das Feld mit sich. Der letzte Run hinab in Richtung Reitanlage forderte noch einmal jagdliche Kompetenz von allen Reitern. Hindurch einer Wasserpassage nach dem Steilhang und stattliche Hindernisse gaben der Jagd einen besonderen Touch sportlichen Reitens.
Als die Brüche verteilt und alle Vierbeiner versorgt waren, traf man sich in der Reithalle zu kulinarischen Schmankerln, die Bläsergruppe ehrte den erlebten Jagdtag mit Fanfaren wie „Freischütz“ und Master Thorsten Mönchmeyer überreichte den Stilpreis seiner Meute.
Kurz um: Hunting at it’s best!

Schleppjagd 2013 (1).pdf
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Jagdbericht Sabine Sievers 2012.pdf
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Jagdbericht Axel Henrich 2012.pdf
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Aktuelles

Achtung!

Springunterricht bei Antje Ahrbecker jetzt Sonntags 14.30-17.00 Uhr

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