Schleppjagd 2018

Natürlich findet auch in diesem Jahr wieder unsere Schleppjagd am 3.Oktober statt!

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Quelle der Fotos: Niklas Richter

Einladung zur Schleppjagd 2016
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Schleppjagd am 03.Oktober 2015

 

Herbsttradition mit Master und Meute

Schleppjagd in Holzerode

05.10.2015 Göttinger Tageblatt
 
Alte Jagdtraditionen werden am Struthkrughof lebendig. Alljährlich, wenn das Laub sich färbt, lädt der Reit- und Fahrverein Holzerode zur Schleppjagd ein. Bis zum Halali folgten die Reiter im frischen Galopp der Meute über Wiesen, Felder und über Hindernisse.

Die Equipage, berittene Begleiter der Böhmer-Harrier-Jagdhunde, und der Master (rechts) bereiten die Meute auf die Schleppjagd rund um Holzerode vor.

© Nachtwey
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Holzerode. Nach der Hubertusmesse und dem anschließenden Stelldichein versammelte sich die Jagdgesellschaft auf dem großen Reitplatz, während die Parforcehornbläser der Jägerschaft Göttingen musikalisch auf die Jagd einstimmten.

Den Böhmer Harriern, deren Abstammung auf die älteste britische Laufhunderasse zurückzuführen ist, war die Aufregung anzumerken. Der Master (Anführer der Jagdgesellschaft) und seine Equipage (Begleitung der Hundemeute), allesamt in schoßlangen Reitröcken gekleidet, ermahnten die kläffenden Hunde, zusammenzubleiben.

Die Harrier blicken auch in Deutschland auf eine lange Geschichte. Bereits die Königlich Hannoversche Meute (1815 – 1866) bestand aus den englischen Jagdhunden. „Jagdreiten ist Bewahrung von Traditionen“, betonte Dr. Herbert Klengel, Vorsitzender des Reitvereins und als Jagdherr selbst im stilechtem Tweedjacket dabei.

Eine Schleppjagd sei zwar nur eine simulierte Jagd, habe aber trotzdem einen streng geregelten Ablauf. Der Master lenke das Feld der Reiter, ihn zu überholen sei verboten. Die Hunde folgten keinem Tier, sondern der Schleppe, einer künstlichen Duftspur.

„Wir haben auf der 16 Kilometer langen Strecke etwa 30 natürliche Hindernisse, die die Reiter im ersten Feld überspringen müssen, im zweiten Feld haben sie die freie Wahl zum Sprung“, erklärte der Jagdherr. Zudem gebe es ein Besucherfeld, das aus Reitern bestehe, die nicht an der Jagd teilnehmen, aber zu Pferde zuschauen.

Unterwegs sei eine längere Pause eingeplant, bei der die Reiter mit Erbsensuppe, die Tiere mit Wasser, versorgt werden. Und der „Bügeltrunk“, ein Schnäpschen in Ehren, gehöre natürlich auch dazu. „Für die Sicherheit sorgen eine Tierärztin, ein Rettungswagen, und die Feldführer dürfen entscheiden, ob jemand rausgeschickt wird, der zum Beispiel sein Pferd nicht unter Kontrolle hat“, sagte Klengel.

Rund um Holzerode donnerten dann die Hufe von etwa 30 Pferden, die Meute folgte mit Geläut (Bellen) der Schleppe. Zahlreiche Traktoren fuhren in sicherem Abstand zur Jagdgesellschaft über die Hügel, auf den Hängern saßen die Zuschauer dicht gedrängt und verfolgten das Geschehen.

Zum Ende der Jagd, dem Halali, wurde jedem Reiter der Bruch überreicht, „bei Jagden vor dem 3. November ein Eichenzweig, bei späteren Jagden ein Fichtenzweig“, so Klengel. Und die Hunde bekamen als Dank ihr Curée (Pansen).

Von Claudia Nachtwey

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Schleppjagd am 3. Oktober 2014

It´s a Hunting Day

Jagdbericht von Thorsten Mönchmeyer

 

Wenn der Reitverein Holzerode zur Jagd einlädt, dann ist dieser Tag einfach mehr als nur ein gesetzlicher Feiertag. It's a Hunting Day.
In der Früh um 5.00 Uhr ging es erst zu den Pferden und dann in den Kennel. Die Pferde und Hunde schauten mich an, als wollten sie sagen: "Hey, schau mal raus, es ist noch total dunkel!" Ich habe mich aber davon nicht beirren lassen und meine Arbeit getan.

Die Hunde haben dann natürlich schnell gemerkt, dass heute etwas passiert. Spätestens als ich den Meuteanhänger vorbereitet habe, waren sie hellwach. Mit viel Gebell hat sich jeder zu Wort gemeldet und sich vordrängeln wollen, um ja mitzukommen. Schließlich habe ich 10,5 Koppeln verladen. Die Daheimgebliebenen haben es mit einem Grummeln akzeptiert und sich auf meine Worte, am Sonntag mitzudürfen, verlassen.

 

 

Um 7.30 Uhr rollten wir dann los - auf nach Holzerode. Den Veranstalter beruhigend, waren wir trotz befürchteter Staus pünktlich um 10.00 Uhr angekommen. Von der herrlichen Hubertusmesse in der Reithalle habe ich mir bei der Begrüßung durch die Jagdherrin Lena und Herrn Dr. Klengel berichten lassen. Um 10.30 Uhr habe ich mich auf meinen jungen Fuchs gesetzt, der sich schon in Schneeren übermotiviert und mit dünnem Nervenkostüm ausgestattet, gezeigt hat. Heute jedoch konnte ich ihn nicht mehr beruhigen und somit sah ich mich schon als Zuschauer dieser Jagd. 

Doch wer meint, dass die Holzeroder Damen kein Ass mehr im Ärmel hätten, der täuscht sich. Kurzerhand  wurde Schimmel "Lennox" aus dem Stall geholt und ohne das ich etwas sagen konnte, setzten mich die Damen aufs Pferd.

Ok, das ist wie in Irland - da kennt man das Pferd auch nicht, man bekommt nur gesagt: "it's a very good horse" und dann geht es meist auch schon los. So auch hier. Aber ich erinnerte mich an das letzte Jahr, da ist Lennox ebenfalls für einen Jagdreiter gesattelt worden, dieser hat Lennox zwar wohl sehr schnell, aber eben deswegen nicht bis zum Halali gesteuert, sondern frühzeitig in den Pferdestall. Nun, meine Alternative war zu Fuß die Jagd zu begleiten und das ist keine echte Alternative. Lennox' Reiterin hat mir noch kurz eine Bedienungsanleitung gegeben und dann waren wir auch schon an der ersten Schleppe.

Als die Hunde los liefen und ich nun mit meinem Schimmel versuchte hinter den Hunden her zu reiten, hielt ich den Schimmel noch für etwas zu langsam. Dieser Gedanke hat sich wohl auf das Pferd übertragen. In Kurzform: der Schimmel wurde 10 cm kleiner und zündete als wolle er mir klar machen: "Ja, ich hab's kapiert, immer an den Hunden dranbleiben." Ich wäre fast hinten runter gefallen als der Turbo kam! - Lennox hat einen super Job gemacht und ich bin dankbar, dass ich ihn reiten durfte und die Holzeroder mir so eine Kameradschaft entgegen gebracht haben! Vielen Dank! -

Von nun an haben wir wieder tolle Sprünge in dem herrlichen leicht hügeligen Gelände genießen dürfen. Alle und auch insbesondere Dr. Klengel freuten sich über diesen tollen Jagdtag. Am Tisch, bei Kaffee und Kuchen, wurde dieser Tag sogar als "Werbung für unseren Jagdreitsport" getauft. So heißt es auch am 03.10. 2015 wieder "it's Hunting Day in Holzerode". Wir freuen uns drauf!

Mein Dank gilt der Equipage, die gute Arbeit gezeigt hat und mit dieser neuen Situation super zurecht gekommen ist.
Herzlichen Dank dem Veranstalter mit seinem Team für diesen perfekten Jagdtag, es ist ein Fest bei Euch!

 

T.Mönchmeyer

 

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Schleppjagd am 3.Oktober 2013

Herr Dr. Klengel, der Reitverein Holzerode und die Böhmer Harrier Meute - Ein Trio steht für Qualität!

 

Jagdbericht von Philipp Jakob


Aus gutem Grund kamen rund 50 Jagdreiter am 3. Oktober 2013 in den Landkreis Göttingen gefahren. Genauer gesagt zum Reitverein des kleinen Örtchens Holzerode, der zu großen Taten geladen hatte. Gastgeber Herr Dr. Klengel richtete nicht zum ersten Mal ein solches Event aus, das bewies die Organisation, die vom Stelldichein bis hin zum Currée perfekt durchorganisiert war.
Der örtliche Pfarrer segnete in einer Messe das jagdliche Geschehen ab, danach prostete man sich mit einem Glas Sekt zu.
Die Jagdhornbläser des Hegeringes Adelebsen empfingen die Jagdgesellschaft mit schwungvollen Jagdmelodien, Smalltalk unter Freunden war trotz des Windes eine angenehme Einstimmung auf den bevorstehenden Tag.
Das unüberhörbare Geläut der Harrier überzog auch tapferste Jagdreiter mit Gänsehaut, ein erster Kick bevor es los ging. Nach kurzer Begrüßung des Jagdherrn Dr. Herbert Klengel ging es in einem kleinen Bogen um die Anlage zur ersten Schleppe.
An einem Hang nahe dem Waldrand hielt Master Thorsten Mönchmeyer samt Equipage das Pack geschlossen, die Schleppenleger befanden sich bereits im leichten Sitz. Es ist überwältigend, mit welch einer Lautstärke die Harrier den bevorstehenden Run ankündigen.
Einer der nachhaltigsten Adrenalinkicks. Das muss man erlebt haben. In einem langen Bogen nach links ging es hinauf über faire Hindernisse, bevor am Waldrand abgeschlagen wurde. Im Schritt ging es weiter zur zweiten Schleppe, die kurvig bergab gelegt wurde. Ein Hindernis in der Senke, bergauf über herrliche Wiesen mit weiteren jagdgerechten Sprüngen. Wieder bergab, ein Sprung zwischen Baumreihen hindurch, bevor man nach rechts schwenkte und auf einem Feldweg folgte. Im angrenzenden Waldstück hallte das Geläut der im full-cry jagenden Harrier als Echo zurück. Nicht ablenken lassen, nach vorn sehen – Sprungkombination! Alsbald nach rechts den Wiesengrund hinab, Wasser für die Hunde. Später am Stop, der zentral zur nächsten Schleppe lag, änderte der Master sein Vorhaben und lies anschließend die Hunde alleine dem Scent folgen. Für die Zuschauer, als auch für die Reiter war es ein tolles Schauspiel. Eine jagende Meute, die alleine im Pack spurtreu um den „Rastplatz“ jagte. Als sie wieder auf die Jagdgesellschaft zukam, hieß es „gute Jagd“ – die Equipage folgte den Hunden und zog das Feld mit sich. Der letzte Run hinab in Richtung Reitanlage forderte noch einmal jagdliche Kompetenz von allen Reitern. Hindurch einer Wasserpassage nach dem Steilhang und stattliche Hindernisse gaben der Jagd einen besonderen Touch sportlichen Reitens.
Als die Brüche verteilt und alle Vierbeiner versorgt waren, traf man sich in der Reithalle zu kulinarischen Schmankerln, die Bläsergruppe ehrte den erlebten Jagdtag mit Fanfaren wie „Freischütz“ und Master Thorsten Mönchmeyer überreichte den Stilpreis seiner Meute.
Kurz um: Hunting at it’s best!

Schleppjagd 2013 (1).pdf
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Jagdbericht Sabine Sievers 2012.pdf
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Jagdbericht Axel Henrich 2012.pdf
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