Der Jagdreiterknigge der Böhmer Harrier Meute

Vorab etwas grundsätzliches - Umsicht und Rücksicht sind oberstes Gebot, nicht nur im Jagdfeld und hier ganz besonders am Sprung, sondern auch schon vorher beim Stelldichein und anschließend beim Halali. (steht für frz. „ha la lit“, da liegt es.)

Reiterfehler und Rücksichtslosigkeit können direkt ins Krankenhaus führen oder sogar noch darüber hinaus. Auch wenn „alles doch gar nicht so schlimm“ war, ist eine Entschuldigung angebracht, möglichst bald und möglichst aufrichtig.

Die Hunde haben absoluten Vortritt und dürfen von Reitern aus dem Feld nicht bedrängt oder angesprochen und abgelenkt werden. Einen Hund zu überreiten ist der schlimmste Fauxpas, den ein Jagdreiter begehen kann.


Die 10 Gebote für korrektes Verhalten

  • Pünktliches Eintreffen zum Stelldichein. Ohne Pferd, aber bereits im korrekten Reitanzug (noch ohne Sporen) zum Stelldicheinplatz gehen, Eintrag im Jagdbuch und unaufgefordertes Bezahlen des Cap-Geldes (heißt so, weil es manchmal auch in der Mütze, einer „cap“, gesammelt wird). Wenn möglich den Jagdherren suchen, sich namentlich vorstellen und für die Einladung bedanken.
  • Pferdegerechtes, rechtzeitiges Aufwärmen auf dem dafür vorgesehenen Platz. Wenn die Equipage mit den Hunden kommt, wird nur noch Schritt geritten.
  • Auf Aufforderung Position im Halbkreis einnehmen, dabei die Hunde und den Jagdherrn bzw. Master beachten und den Anweisungen zur Feldeinteilung folgen.
  • Die beim Abritt eingenommene Position möglichst bis zum Ende der Jagd halten. Versetzt „Strich reiten“. Sicher heitsabstände einhalten.
  • Beim Anlegen der Hunde herrscht absolute Stille im Feld, ebenso, falls die Hunde unterwegs neu suchen. Wir imitieren bei der Schleppjagd die Jagd auf ein Stück Wild und befinden uns nicht auf einem Hindernisrennen. Deshalb ist die Sucharbeit der Hunde keine unzumutbare und spaßtötende Verzögerung, sondern gehört als wichtigster Bestandteil des Ganzen unbedingt dazu!
  • Vor der Schlussschleppe und spätestens nach dem letzten Sprung wird der rechte Handschuh ausgezogen. Zum Halali Dank an die Mitreiter mit einem Händedruck vom Pferd aus.
  • Absitzen zur Currée. Die Herren ziehen die Kappe.
  • Wenn die Hunde mit dem Pansen „genossen gemacht“ sind (kommt von genießen und stellt die Motivation der Hunde für das Jagen dar), ohne Pferd zum Jagdherrn gehen und den Bruch abholen. Ein Mitreiter oder Helfer hält so lange das Pferd. Die korrekte Dankesformel an Jagdherrn und Master heißt: „Waidmanns Dank!“
  • Reiter und Pferd verlassen den Halali-Platz IMMER erst nach den Hunden mit der Equipage.
  • An einem gelungenen Jagdtag wirken sehr viele Beteiligte in ganz unterschiedlichen Aufgaben mit. Nicht nur die Gastgeber und der Master mit seiner Equipage, sondern auch Personen wie der Parkplatzeinweiser oder ein Feuerwehrmann, der die Straße absperrt bemühen sich, uns einen unvergesslichen Tag zu bereiten.
    Dafür gebührt jedem ein höfliches „Dankeschön“.

 

Der richtige Anzug für den Reiter

 

  • Sattelzeug sauber und sicher. Sattel und Trense gut verpasst, damit nichts drückt oder scheuert.
  • Die farbigen Accessoires wie Stirnband, Satteldecke, Gamaschen, Bandagen etc. möglichst dezent - Weiß und schwarz oder braun sind immer richtig.
  • Wenn Farbe, dann allenfalls die Vereinsfarben oder gedeckte Töne.
  • Keine Signalfarben.

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Achtung!

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